01.08.2017 Mönch via Nollen von Grindelwald:

Schon lange wollte ich einmal auf den Mönch über den Nollen alleine, zwar ist jetzt nicht die beste Zeit für diese Tour, da alles schon ziemlich ausgeapert ist, gehen sollte es aber trotzdem.
Um 4 Uhr bin ich dann vom Auto in Grindelwald Grund weg und richtung kleine Scheidegg. Der Weg dort rauf zieht sich ganz schön, immerhin fast 10km. Anschließend gings weiter richtung Eigergletscher, kurz davor zweigt man rechts auf dem Weg zur Guggihütte ab und man muss da ca 200hm wieder absteigen. Auf der Guggihütte machte ich dann eine kurze Pause, trank etwas, wechselte die Schuhe und ging dann weiter Richtung Nollen.
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Der erste Anblich war ziemlich erschreckend, da wirklich alles völlig blank war, zudem wehte stürmischer Föhn und ich musste mich richtig überwinden weiter zu Gehen. Kurz vor der Schlüsselstelle bin ich nach links in brüchiges 3er Gelände ausgewichen, um einen 80 Grad steilen Quergang im Eis zu vermeiden, die eigentliche Crux war dann mit ca 65 Grad nicht mehr schwierig. Auf dem Nollen musste ich mich dann wirklich festhalten, der Föhnsturm war extrem böig und richtig stark. Fürs umdrehen war es jetzt aber auch schon zu spät. Als nächstes musste ich im aufgeweichten Schnee einen Weg durch ein paar, zwar nicht sehr große, aber doch tückische Spalten finden. Nach einer Weile stand ich dann vor dem Bergschrund der Gipfelwand, mit 50 Grad zwar nicht mehr steil, dafür aber wieder völlig blank.
Ziemlich müde erreichte ich kurz vor 10 den Westgrat, der Wind hat Gott sei Dank etwas nachgelassen und so konnte ich die letzten Meter doch noch genießen. Über den Normalweg gings dann schnell zurück zum Jungfraujoch.
Aufgrund der schwierigen Bedingungen und den 3400hm sicherlich ein Tag der mir länger in Erinnerung bleiben wird!
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