02.06.2015 Hochferner Nordwand Solo (950m, bis 75°)

Ursprünglich wollte ich in einer 2er Seilschaft gemütlich gehen, da es jedoch sehr warm war, musste man doch recht schnell sein. Deshalb drehte mein Seilpartner noch vor dem Einstieg um und ich ging alleine weiter. Um ca. 6.30 Uhr stieg ich in die Wand ein, der Schnee war nicht gefroren und so war ich froh, als ich endlich den Gletscherbruch, wo die eigentliche Eiskletterei begann, erreichte. Dort überholte ich dann auch die Südtiroler Seilschaft, die bis dorthin eine schöne Spur angelegt hat. Der Eisbruch war heuer ganz anders als letztes Jahr, mir kam er zumindest um einiges steiler vor. Der Gletscher ist eben ständig in Bewegung. Ich kletterte dann recht zügig drüber und spurte dann noch die restlichen 200hm zum Gipfel, den ich genau um 8.00 Uhr erreichte. Lediglich nach dem Gletscherbruch musste ich etwas auf Gletscherspalten achten, ansonsten war es perfekt!

Anschließend spurte ich noch den Gletscher hinunter bis man auf den Hochfeiler-Sommerweg stößt. Um 9.30 Uhr war ich bereits wieder bei meinem Auto an der Pfitscher Joch Straße angelangt.

Zwei Tage später hatten zwei Seilschaften bei einer Eislawine in der Wand Riesenglück!