WILDSAUSTAFFEL 2014 in PRAXMAR.

 

Nun, das besonders im Raum Innsbruck populäre Rennen mit einem 4er-Team (je 2 Aufsteiger und Abfahrer Lampsen/ Zischgeles) fiel heuer terminlich günstig und so konnte ich mit Tourenpartner Richi Obendorfer (der das Rennen schon  gewann) ein Team zusammenstellen. Mit Markus Weyrer (41, Ampass) und Roman Nagiller (23, Innsbruck; Anm.: dessen Tante Gitti Nagiller war mit meiner Mutter in den 90ger-Jahren bei der Wildsau erfolgreich) hatten wir zwei starke Abfahrer.

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Mein Ziel war auf den alten Lampsen-Streckenrekord von Andi Ringhofer „hinzuklopfen“ oder diesen vielleicht zu unterbieten, meine Form passt ja. Stärkste Konkurrenten auf die Lampsen: Armin Neurauter und natürlich Andi Ringhofer. Mir war klar, dass der alte Fuchs Andi in Hinblick auf die Sellaronda einen perfekten Formaufbau getätigt haben wird. Vom Start weg hängte uns Armin Neurauter in einem Höllentempo ab…und konnte es nicht halten, ihm wurde schlecht. Kurz vor dem Stoanamandl zog ich an ihm vorbei, und übernahm mich kurzfristig. Ich musste Tempo rausnehmen, Andi überholte mich und ich war chancenlos, das Tempo des „Altmeisters“ (z. B. WM-Vierter 2008) zu halten. Andi unterbot seinen alten Streckenrekord mit 46.03 Minuten, ich blieb mit ganz starken 47.36 ebenfalls unter der alten Rekordmarke, ich war mehr als zufrieden. Dahinter folgte Armin mit 48.34, schon mit Respektabstand Maxi Palzer. Roman Nagiller legte eine solide Abfahrt hin, riskierte nicht zu viel, im Wissen, dass wir mit diesem Vorsprung und Richard Obendorfers Leistungsvolumen nun sehr gute „Siegaussichten“ hatten. Als erster war der Abfahrer von Andis Team mit den Juen-Brüdern unten, Richi startete knapp nach Manfred Holzer (Team mit A. Neurauter).

Richi konnte schnell Manfred als auch Jürgen Juen überholen und legte mit seinen 47 Jahren eine unglaubliche Zeit hin: 49.52,4, damit war er knapp unter seinem eigenen Streckenrekord geblieben. Spannend war die Frage, wie viel Zeit Toni Palzer (21, Ramsau/Bayern und jetzt schon einer der Weltbesten im Skibergsteigerzirkus) auf Richi gutmachen konnte. Und das war weit weniger als erwartet: mit 47.25 stellte er einen neuen Streckenrekord auf, nahm aber Richi nur 2.26 Minuten ab, was Richis Leistung nochmals aufwertete. Somit konnte Markus Weyrer mit einem beruhigenden Vorsprung ins Rennen gehen, er fand das cool: „als Erster einmal vom Zischgeles zu starten, ein lässiges Gefühl“. Sein „Sicherheitslauf“ endete mit 3.59 Minuten (viertbeste Gesamtzeit!) in Praxmar, damit haben wir einen neuen Streckenrekord aufgestellt: 1.47.59 Stunden, den alten fast um 2 Minuten unterboten. Danke an mein Team, es war ein toller Teamspirit. Mit dem einen oder gar vielleicht zweiten Weizen feierten wir unseren Sieg. 2014_03_09_Wildsaustaffel_1.jpg