Eiger-Bergmarathon mit Start und Ziel in Grindelwald

Vielleicht die schönste Berggegend, zu mindestens in Europa. Ich war fasziniert, wie sich hinter Grindelwald Eiger, Mönch, Jungfrau mit ihren mächtigen Gletschern auftürmen…dazu der Ort Grindelwald, der in seiner ursprünglichen Form erhalten blieb, einfach nur schön. Keine Bausünden, die Menschen vor Ort sehr freundlich.

Aber das Hauptziel meiner Reise in die Schweiz war der Eiger-Ultratrail. Mit einem derart langen Rennen wollte ich einfach einmal Erfahrung über eine derartige Distanz erlangen, dass ich bei der Bergwertung zum Faulhorn vorne dabei bin, habe ich mir schon erwartet. Dass ich die Bergwertung mit über 2 Minuten Vorsprung gewann, war schon eine ordentliche, aber sehr angenehme Überraschung. Um die Bergpreiswertung auch zu gewinnen, muss man das Ziel erreichen. Nun war taktieren angesagt, wurde durchgereicht, erreichte aber ohne jeglichen Krampf oder dergleichen das Ziel. Die Belohnung für die Bergwertung war eine hochwertige Nikon Coolpix P 330, dazu gab es für den Sieg in der U23-Wertung (Gesamt Platz 15) Leki-Carbon-Stöcke. Meine Gesamtzeit nach 51 Kilometern mit 3.100 Höhenmetern bergauf und bergab: 6.31 Stunden, eine Stunde hinter dem Sieger David Janin (Spanien). Ein Supererlebnis, dazu lernte ich den bekannten Schweizer Extrem-Speed-Bergsteiger Ueli Steck kennen, mit dem ich mich beim lockeren Bergablauf super unterhalten konnte. Ein wirklich cooler Typ.

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Das Rennen selbst war hervorragend organisiert, das Preis-Leistungs-Verhältnis mit dem Nenngeld einfach top. Dazu merkt man die Erfahrung der Schweizer für derartige Rennen in der vorgeschriebenen Ausrüstung, um unliebsamen Vorfällen bei raschen Wetterkapriolen vorzubeugen: Windjacke, Überhose, Handschuhe, Mütze, Handy…

Das hervorragende Wetter nützte ich und blieb bis Montag, um noch den Mönch zu besteigen. Mit der ersten Bahn rauf zum Jungfraujoch, wo ich um 9 Uhr gemütlich startete. Früh ist der Bahnpreis  wesentlich günstiger…aber das gilt nur, wenn man um 12 Uhr wieder vom Jungfraujoch die Bahn ins Tal retour erreicht. Der Schaffner traute meinem Vorhaben nicht und meinte, ich schaffe das nie… Nun, es ging sich locker aus und dem ungläubigen Schaffner musste ich als Beweis das Gipfelfoto zeigen…

Fest steht: die Schweiz ohnehin, aber vor allem Grindelwald werde ich wieder anvisieren…es warten ja noch Eiger, Jungfrau usw.

 

Bilder: alphafoto.com